Kindergottesdienst

Bericht aus der Kinderkirche

„Hier bist du richtig – du bist Gott wichtig - Ohne dich geht es nicht - das ist doch ganz klar“ 60 - 80 Kinderkehlen singen aus voller Kehle Sonntag für Sonntag im Bewegungsraum des Gemeindehauses – und die MitarbeiterInnen singen fröhlich mit.

Seit wir vor einem knappen Jahr mit unserem neuen Konzept begonnen haben, hat die Zahl der Kinder, die regelmäßig in den KiGo kommen, zugenommen – und die Zahl der MitarbeiterInnen auch. Die Aufgaben sind klar verteilt. Je nach Begabungen und Freude bringen sich die MitarbeiterInnen ein – inzwischen haben wir sogar ein paar Männer dabei!!!! Da ist das Kreativteam, das den Anfangsteil im Plenum gestaltet. Manche hat hier ihr Schauspieltalent entdeckt. Das Musikteam sorgt für die musikalische Begleitung. Manchmal ist es nur ein einsames Klavier, manchmal geht es mit Schlagzeug und E-Gitarren zur Sache. Das Dekoteam hat einen schönen Altar geschmückt und Requisiten besorgt und die Moderatorin begrüßt schon mal die Kinder. Ab und zu spielt die Nachwuchsband die neu gelernten Lieder und inzwischen haben wir sogar ein paar Jugendliche, die die Bewegungen zu den Liedern vormachen.

Nach dem gemeinsamen Anfang mit Begrüßungsrakete gehen die Kleinsten, die noch nicht in die Schule gehen, in ihren Raum. Dort singen, spielen und malen sie – und erleben dabei biblische Geschichten mit.

Für die anderen geht es im Plenum weiter. Auf kindgerechte Art erleben wir mit Paulus, wie das damals war auf seinen abenteuerlichen Reisen, was es mit dem Lamm Gottes auf sich hat oder was Vergebung bedeutet. Wir sind unterwegs mit Jesus auf seiner unaufhaltsamen Mission und immer geht es um die Frage, was das Ganze denn mit uns und unserem Leben zu tun hat. Dabei wird viel gelacht, mal macht ein verrückter Professor irgendwelche seltsamen Experimente, es wird gespielt und gesungen, mal geht es wild zu und manchmal auch ganz ruhig.

Nach dem Plenum strömen die Kids auseinander in ihre Kleingruppen. Nun sind die KleingruppenmitarbeiterInnen an der Reihe. Altersgerecht wird das Thema noch einmal spielerisch vertieft. Die Kinder erleben intensive Gemeinschaft untereinander und mit ihren MitarbeiterInnen. Sie genießen es, dass da jemand da ist, der sich Zeit nimmt für ihre Fragen und für das, was sie zu erzählen haben.

Viel zu schnell ist der KiGO aus – die Eltern stehen vor der Tür und ab geht’s nach Hause – bis zum nächsten Sonntag.

Stimmen von MiarbeiterInnen:

„Wenn man sich mit der Zeit ein bisschen kennt und die Kinder gerne da sind, mitsingen, bei der Geschichte gern zuhören, mal was von sich erzählen, halt einfach gern da sind – das bringt einem als Mitarbeiter echt viel Freude!“

„Man kann ohne großen Aufwand aktiv Gemeindearbeit betreiben, da man nur jede 2. – 3. Woche dran ist und das verwendete Material sehr gut vorbereitet ist.“

„Ich bin gefragt worden, ob ich beim KiGo-Konzept irgendwo mitmachen möchte, hab mir alles ein paar mal unverbindlich angeschaut und bin dann ins Kleingruppenteam eingestiegen. Beim Kreativteam hab ich mal ausgeholfen, dort hat es mir auch sehr gut gefallen.“

„Für mich bedeutete Kirche am Sonntag immer Langeweile. Man musste still sitzen, durfte nicht reden, musste zuhören und verstand jedoch meistens nicht so richtig, was der Pfarrer erzählte. Das Ganze war also eher ein Muss und hat überhaupt keinen Spaß gemacht. Deshalb finde ich es schön, wie hier im KiGo der Glaube den Kindern nahe gebracht wird. Geschichten aus der Bibel werden kindgerecht vorgespielt und erzählt, wobei die Kinder immer wieder mit einbezogen werden.“

„Ich habe das Gefühl, die Kinder kommen immer gerne und jeder einzelne spürt, dass er willkommen ist.“

„Als ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte mitzumachen, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich mich dafür eignen würde. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hab ich mich dann entschieden, im Kreativteam mitzumachen. Bald habe ich festgestellt, wie viel Freude es macht, den Kinder auf diese Weise zu vermitteln, wie gut es tut, sich auf eine Beziehung mit Jesus einzulassen, und dass es sich lohnt immer mehr über ihn zu erfahren.“

„Ich bin gerne mit den Kindern zusammen, ich schätze die Gemeinschaft unter den MitarbeiterInnen und ich freue mich immer wieder, auf diese lebendige Weise Gottesdienst zu feiern.“

 

Na, Lust bekommen, dabei zu sein? Männer und Frauen sind herzlich willkommen.

Christoph Lutz, Juni 2004